Während sich der globale Esport in den letzten 2 Jahrzehnten von der Low-Budget-LAN-Party zum stadionfüllenden Großereignis erhoben hat, erlebte die österreichische Szene in ihrer Entwicklung lange Zeit Stagnation. Das beginnt sich nun schlagartig zu ändern.

Hier sind 9 spannende Fakten, die Esport in Österreich greifbarer machen.

Pionierarbeit im digitalen Fußball

Mit der Krone eBundesliga hat die Österreichische Bundesliga ihren offiziellen Esports-Bewerb im Jahr 2017 ins Leben gerufen und zählt damit zu den ersten Ligen der Welt, die sich in diese Richtung engagieren. 6.000 Spieler aus allen Bundesländern haben dabei an on- und offline-Veranstaltungen teilgenommen, die von den Vereinen selbst organisiert wurden.

Die Marie muss stimmen

Das bisher höchste, bei österreichischen Esport-Events ausgeschüttete, Preisgeld lag bei 20.000€. Dieses Summe wurde beim ESF, dem Electronic Sports Festival 2018, insgesamt in verschiedenen Disziplinen ausgeschüttet. In der nächsten Saison kehrt das ESF mit erweitertem Konzept zurück.

Davor war das Viennality im Jahr 2017 der Krösus. Bei diesem internationalen Fighting Game Turnier, organisiert von der heimischen Community, ging es um 20.000$. Das war möglich, in dem es in eine internationale Serie, die Injustice Pro Series, eingegliedert wurde.

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Österreich beheimatet zahlreiche Unternehmen, die internationale und nationale Interessen im Esport verfolgen und hierzulande investieren. Etwa T-Mobile, die Hauptsponsoren des ESF, die bereits tatkräftig in League of Legends (DE) und Overwatch (USA) mitmischen.

Red Bull – in unzähligen Ländern aktiv als Content Creator, Enabler und Event-Veranstalter – nahm 2017 seinen ersten österreichischen Esportler unter Vertrag. Das nächste heimische Projekt heißt Red Bull Planet One und findet Ende 2018 statt.

Österreichischer Esport steckt im internationalen Vergleich noch in den Kinderschuhen. Doch birgt der Markt dafür umso mehr Entwicklungs- und Wachstumspotenzial, sowie Gestaltungsraum für Interessierte Marken und Player.

„Hidden“ Champions

Neben den oben genannten Firmen werden andere Marken in Österreich gerne übersehen. Dabei sorgte 2017 etwa der millionenschwere Verkauf der hierzulande entwickelten Streamingplattform hitbox.tv für Aufsehen.

Paysafecard, dessen Unternehmenszentrale sich in Wien befindet, ist nicht nur Sponsor der europäischen Organisation G2 (LoL, CS:GO, PUBG uvm), sondern seit diesem Jahr sogar globaler Partner der ESL und freut sich über starke Umsatzzuwächse durch die erschlossene Gaming-Zielgruppe.

Aus dem Schatten ans Licht

Heimische Großevents im Esport lassen sich bisher noch an einer Hand abzählen. Allerdings findet kompetitives Gaming bereits über andere Großveranstaltungen den Weg in die Öffentlichkeit. Unter anderem sind es die Wiener Game City (80.000 Besucher), oder die Vienna Comic Con (25.000 Besucher), die Esport-Bewerbe als Zusatzprogramm anbieten.

Die Massen fassen mit League of Legends

Die Premier Tour ist ein League of Legends Wettbewerb, der von LoL-Publisher Riot Games kuratiert wird. Dieser neue Wettkampf soll es Amateuren ermöglichen, Profi-Teams auf sich aufmerksam zu machen. Mit der Vienna Challenge Arena gibt 2018 es auch in Österreich einen offiziellen Stopp der Tour.

Noch mehr League of Legends gibt es seit 2017 auch bei der A1-Esport-League, der ersten heimischen Liga überhaupt, die von einer Marke dieser Größe umgesetzt wird. 2018 geht sie in die zweite Saison und wird sich von der Hauptstadt auch in die Bundesländer ausweiten.

LAN Parties leben

Österreich pflegt noch immer eine aktive LAN-Kultur, die als Unterbau auch für die Etablierung von Esport-Strukturen fungieren wird. Die größten Vertreter heißen etwa Lord of Games, @lantis, Vulkan Lan oder Games Summit Hagenberg und zählen jeweils rund 300 Teilnehmer pro Tag.

Heimische Talente auf internationalem Parkett

Die Alpenrepublik hat trotz mangelnder Strukturen über die Jahre schon einige Stars hervorgebracht. Etwa Noctis, der mit Erfolgen in Quake über die Jahre insgesamt 80.000$an Preisgeld ergatterte. Mirza Jahic aus Niederösterreich ist einer der populärsten FIFA-Streamer und Kommentatoren Deutschlands, während es kakafu zum Analysten bei der deutschen Homebrew-Sensation Berlin International Gaming geschafft hat.

TV hat Interesse

Fernsehsender versuchen mit Esport die GenZ für ihr Programm zu begeistern. Das gilt auch hierzulande, wo sich beispielsweise der ORF (Sport+) oder Sky Sport Austria mit der Übertragung des FIA E-Esports Series Finales (F1 2018) bzw. des eBundesliga-Finales (FIFA) in neue Gefilde vorwagten. Als Organisator des 4Gamechanger Festivals, bot Privatsender Puls4 der LoL-Liga von A1 eine Plattform für ihr Offline-Finale.

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